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Subanalyse der FAIR-HF-Studie: Eisencarboxymaltose verbessert Nierenfunktion bei Patienten mit Eisenmangel und chronischer Herzinsuffizienz
 
Die Ergebnisse einer Subanalyse der FAIR-HF-Studie (Ferinject® Assessment in patients with IRon deficiency and Chronic Heart Failure) zeigen, dass die Korrektur eines Eisenmangels durch Eisen-Carboxymaltose die Nierenfunktion bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz verbessern kann. Diese Ergebnisse wurden am 30. Mai im Rahmen der „Late Breaking Clinical Trials Session“ der Heart Failure Association in Berlin, Deutschland, von Dr. Piotr Ponikowski, Professor für Kardiologie aus Breslau, Polen, vorgestellt.

Die Autoren der FAIR-HF-Studie haben die Wirkung von Eisen-Carboxymaltose auf die Nierenfunktion bei Patienten mit Eisenmangel, mit oder ohne Anämie, und chronischer Herzinsuffizienz untersucht. Nierenfunktionsstörungen beeinträchtigen in aller Regel den natürlichen Verlauf der chronischen Herzinsuffizienz negativ, indem sie die Anfälligkeit für schwerwiegende Symptome und das Risiko für Hospitalisierung und Tod steigern. Die derzeit verfügbaren Therapien zur Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz haben keine oder nur eine geringe positive Wirkung auf die Abnahme der Nierenfunktion bedingt durch chronische Herzinsuffizienz.

 

„Die Ergebnisse dieser Subanalyse sind für Kardiologen und Nephrologen gleichermassen hochinteressant und müssen weitergehend untersucht werden“, erklärte Dr. Piotr Ponikowski, Professor für Kardiologie an der Medizinischen Universität Breslau, Polen. „Viele Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz leiden unter Nierenfunktionsstörungen, die ihrerseits wiederum stark mit einem schlechten Gesundheitszustand zusammenhängen. Keine der derzeit verfügbaren oder empfohlenen Therapien für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz hat einen günstigen  Einfluss auf die Nierenfunktion. Umso grösser ist das Interesse an Therapien, die die Nieren schützen könnten.“

 

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 459 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Eisenmangel in 75 Studienzentren auf der ganzen Welt untersucht. Zwei Drittel der Patienten erhielten wöchentlich Eisen-Carboxymaltose, bis der Eisenmangel korrigiert war, danach wurde das Medikament bis zur 24. Woche monatlich verabreicht (Erhaltungsphase). Das restliche Drittel der Patienten erhielt ein Placebo. Die Nierenfunktion wurde anhand der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (estimated glomerular filtration rate (eGFR)) zu Studienbeginn und während der Studie bestimmt. Ein Anstieg des eGFR-Werts entspricht einer Verbesserung der Nierenfunktion.

 

Bei Patienten, denen Eisen-Carboxymaltose verabreicht wurde, erhöhte sich der eGFR-Wert in den Studienwochen 4, 12 und 24, wohingegen die Nierenfunktion in der Placebo-Gruppe leicht abnahm. Bei Studienende lag der eGFR-Wert bei Patienten, die mit Eisen-Carboxymaltose behandelt wurden, im Durchschnitt 3,2 ml/min/1,73m2 über dem Ausgangswert, während sie in der Placebo-Gruppe um 0,6 ml/min/1,73m2 unter dem Ausgangswert lag. Der Unterschied zwischen der mit Eisen-Carboxymaltose und der mit Placebo behandelten Gruppe war statistisch signifikant (p = 0,017 in der 24. Woche). Die Verbesserung des eGFR-Werts war bereits ab der 4. Studienwoche erkennbar. Der Effekt von Eisen-Carboxymaltose war unabhängig vom Grad der Nierenfunktion zu Studienbeginn sowie von Alter, Geschlecht, Schweregrad der chronischen Herzinsuffizienz und dem Bestehen einer Anämie.

 

Dr. Iain Macdougall vom King’s College Hospital, London, Grossbritannien, kommentierte: „Nephrologen und Kardiologen sind mehr und mehr daran interessiert, die Ursachen des kardio-renalen Anämie-Syndroms gemeinsam zu erforschen und seine Behandlung zu verbessern.“ Er fügte hinzu: „Die vorgestellten Daten zeigen, dass die intravenöse Eisentherapie die Funktion beider Organe gleichzeitig verbessern kann. Die zugrundeliegenden Mechanismen müssen weiter erforscht werden.“


Abstract presented at Late Breaking Trial Session, HFA 2010 - Ponikowski P. et al

21.06.2010 - dde


 
 

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