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Niedrigere Eisendosen bei Anämie in der Schwangerschaft?
 
Nebenwirkungen – vor allem gastrointestinale - treten bei oraler Eisentherapie relativ häufig auf. Die Autoren einer randomisierten Studie haben untersucht, wie effektiv und verträglich eine niedrig dosierte im Vergleich zu einer hoch dosierten Eisentherapie bei Schwangeren ist.

180 Frauen, welche etwa in der Mitte der Schwangerschaft unter einer Anämie (Hb < 110 g/l) litten, wurden in die randomisierte Studie eingeschlossen. Sie erhielten während 8 Wochen täglich entweder 20, 40 oder 80 mg orales Eisen. Endpunkte waren Hb-Wert, Eisenmangelanämie und Verträglichkeit.

 

Nach 8 Wochen betrugen die mittleren Hb-Werte in der 20 mg-Gruppe 111 g/l, in der 40 mg-Gruppe 114 g/l und in der 80 mg-Gruppe 119 g/l. Bezüglich Anämierisiko zeigten sich allerdings keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen (OR 1.9 für 20 mg versus 80 mg, p=0.13 und OR 1.1 für 40 mg versus 80 mg, p=0.83). Gastrointestinale Nebenwirkungen wie Nausea, Bauchschmerzen und Erbrechen waren in der 20 mg-Gruppe signifikant seltener als in der 80 mg-Gruppe.

 

Konklusion der Autoren: Niedrigere orale Eisendosen scheinen in der Schwangerschaft ebenfalls effektiv zu sein und gehen im Vergleich zu höheren Dosen mit weniger Nebenwirkungen einher.


Eur J Clin Nutr 2009;63:183-190 - Zhou SJ et al

06.10.2009 - dde


 
 

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