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Neues vereinfachtes Ferinject®-Dosierungsschema ermöglicht eine bessere Behandlung der Eisenmangelanämie bei CED-Patienten
 
Neue Studienergebnisse zeigten einen signifikanten Unterschied in der Korrektur der Eisenmangelanämie (iron deficiency anaemia, IDA) bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wenn diese mit dem neuen, vereinfachten Ferinject® Dosierungsschema angegangen wird. Die Resultate waren signifikant besser als bei der Standardbehandlung mit Eisensaccharose (Venofer®). Die Studiendaten belegen für das neue Ferinject® Dosierungsschema eine bessere Korrektur des Hämoglobinspiegels, ein besseres Auffüllen der Eisenspeicher (Korrektur des Serum Ferritinspiegels) und höhere Transferrinsättigungsraten im Vergleich zur Standardtherapie mit Venofer®, dem häufigst eingesetzten intravenösen Eisenpräparat [1].

Der Eisenbedarf kann unterschätzt werden

Eisenmangelanämie ist eine häufig auftretende Folgeerkrankung von entzündlichen Darmerkrankungen. Gemäss internationalen Empfehlungen soll diese Anämie  mit intravenösem Eisen behandelt werden [2]. Allerdings kann bei der Berechnung der individuellen Dosis anhand der Ganzoni Formel der Eisenbedarf von Patienten unterschätzt werden. Daraus resultierende Mehrfachgaben von Eisen können für Patienten und ärztliches Personal unangenehm und zeitaufwändig sein [1]. Dafür wurde ein neues und vereinfachtes Behandlungsschema* für Ferinject® entwickelt, das die Eisenversorgung noch verlässlicher gewährleistet und die Therapie für Patienten und medizinisches Personal vereinfacht. Das kann für Patienten dank weniger Ferinject®-Infusionen einen geringerem Zeitaufwand  und eine kostensparendere Behandlungsoption darstellen.

 

Vergleichsstudie mit 485 anämischen Patienten

Die FERGIcor (FERinject in GI disorders [IBD] to correct iron deficiency) Studie ist eine grosse, multizentrische, randomisierte Vergleichsstudie mit 485 anämischen Patienten, die an leichter oder inaktiver CED litten. Die Patienten hatten einen Serum-Ferritinwert von <100 ng/ml und eine Hämoglobinkonzentration von 7–12 g/dl (Frauen), bzw. 7–13 g/dl (Männer). Patienten in der Ferinject®-Gruppe bekamen eine standardisierte Gesamtdosis von 1000, 1500 oder 2000 mg Eisen, je nach Köpergewicht und Hämoglobinspiegel. Die Gesamteisendosis wurde in bis zu drei Infusionen mit jeweiligen Einzeldosen á 500 oder 1000 mg verabreicht [1]. Venofer® wurde in bis zu 11 Infusionen mit einer jeweiligen Maximaldosis von 200 mg Eisen verabreicht. Die Berechnung der Dosis erfolgte anhand der Ganzoni Formel, in welcher das Körpergewicht, der tatsächliche und der gewünschte Hämoglobinspiegel, sowie eine Konstante für das Speichereisen mit einbezogen wurde [1,4,5].

 

 

 

Therapietreue von 92.5% mit Ferinject

An der United European Gastroenterology Week (UEGW) in Barcelona wurden die Resultate der FERGIcor-Studie vorgestellt, welche die Wirksamkeit von Ferinject® vs Venofer® im Verhältnis zur Dosierungsmethode untersuchte. Die Resultate zeigten auf, dass das vereinfachte Ferinject®- Dosierungsschema der individuell berechneten Venofer®-Dosierung in Bezug auf Wirksamkeit überlegen war.

 

In der 12. Woche hatten mit Ferinject® signifikant mehr Patienten keine Anämie mehr (oder einen Hb-Anstieg von ≥ 2g/dl) verglichen mit Venofer® (83.8% vs. 75.9%, p=0.015). Die beiden Präparate wiesen eine vergleichbare Verträglichkeit auf.

 

 

 

Mit Ferinject® benötigten die Patienten durchschnittlich 2.1, bei Venofer®  5.8 Infusionen, bis der Zielwert erreicht war. Die Therapietreue in der Ferinject®-Gruppe war deutlich höher (92.5% vs 79.1%) [1]. “Wie diese Studie zeigt, kann ein  angenehmeres und vereinfachtes Ferinject® Dosierungsschema bei den Patienten zu besseren Ergebnissen und weniger Krankenhausbesuchen führen. Dies ermöglicht Behandlungszentren einen effektiveren Ablauf, sodass mehr Patienten behandelt werden können.” sagte  Professor Christoph Gasche von der Medizinischen Universität Wien und leitender Prüfarzt der Studie.

 

Weltweit durchgeführte klinische Studien ergeben eine solide Datenlage zu Ferinject®, das in mehr als 13 publizierten klinischen Studien an 256 Zentren in über  34 Ländern untersucht wurde. Seit 2007 untermauern Erfahrungen aus dem klinischen Alltag das positive Nutzen-Risiko-Profil von Ferinject®, welches seit der Markteinführung 2007 unverändert ist [4].

 

* aktuell in der Schweiz nicht zugelassen

 

 

Literatur:

1. Evstatiev R; Marteau P, Iqbal T et al. Efficacy and safety of standardised ferric carboxymaltose doses vs  individually calculated iron sucrose doses for IBD-associated iron deficiency anaemia: A multicentre, randomised controlled trial. Poster # 0420 at UEGW 2010, Barcelona.
2. Gasche C, Berstad A, Befrits R et al. Guidelines on the diagnosis and management of iron deficiency and anemia in inflammatory bowel diseases. Inflamm Bowel Dis 2007; 13: 1545-1553.
3. Bager P, Dahlerup JF. The health care cost of intravenous iron treatment in IBD patients depends on the economic evaluation perspective. J Crohn’s Colitis 2010; in press.
4. Ferinject® Arzneimittelkompendium der Schweiz www.documed.ch 2010
5. Venofer® Arzneimittelkompendium der Schweiz, www.documed.ch 2010


Vifor Pharma

03.03.2011 - dde


 
 

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