Fr | De
Keine Artikel ausgewählt!     Warenkorb  
Sie sind hier: News 20. Mai 2012
Suchen
Eisenplattform
News
Erweiterte Suche
Update Eisenmangel
Praxishilfen/Tipps
Fachliteratursuche zu Eisenmangel
News
FAQ
Veranstaltungen
Für Experten
  Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 
Eisenmangelanämie und kognitive Funktion in der Kindheit
 
Für die Entwicklung der Hirnfunktionen ist eine ausreichende Versorgung mit Eisen notwendig. In einer kleinen Studie haben Carter und Kollegen untersucht, wie sich ein Eisenmangel respektive eine Eisenmangelanämie auf die kognitiven Funktionen von knapp einjährigen Kindern auswirken.

Bei der Untersuchung im Lebensalter von 9 Monaten untersuchten die Studienautoren die kleinen Patienten auf das Vorliegen eines Eisenmangels respektive einer Eisenmangelanämie (Hb <110 g/l). Zwischen 9 und 12 Monaten nach Geburt wurde ausserdem ein standardisierter Intelligenztest durchgeführt (Fagan Test of Infant Intelligence [FTII]). Dabei wurden Emotionalität, Aktivität, soziale Interaktion und Verhalten getestet. Die Resultate wurden schliesslich abgeglichen bezüglich potenzieller Verzerrungsfaktoren.

 

28 Kinder erfüllten die Kriterien für eine Eisenmangelanämie, 28 hatten einen Eisenmangel und 21 verfügten über genügend Eisenreserven. Kinder mit genügend Eisenreserven wiesen die beste Konzentration auf ein Objekt auf, solche mit einem Eisenmangel eine schlechtere und solche mit einer Eisenmangelanämie die schlechteste. Kinder mit einem Eisenmangel und einem Hb < 105 g/l hatten im FTII eine schlechtere Gedächtnisfunktion als Kinder ohne Eisenmangel. Dies war grösstenteils durch eine Einschränkung in der Orientierung und im nonverbalen Dialog bedingt. Am deutlichsten waren die Effekte bei Kindern mit Einschränkungen in der sozioemotionalen Leistung.

 

Konklusion der Autoren: Einzelne kognitive Funktionen waren in dieser Untersuchung bei 9 Monate alten Kindern mit einer Eisenmangelanämie eingeschränkt. Kinder mit Einschränkungen in der sozioemotionalen Leistung scheinen am anfälligsten für die ungünstigen Effekte durch die Eisenmangelanämie zu sein.


Pediatrics 2010;126:e427-e434 - Carter RC et al

08.09.2010 - dde


 
 

Ein Expertenteam bürgt für Aktualität und Qualität. Mitglieder sind:

 

- Prof. W.A. Wuillemin

  Luzern

- Prof. D. Surbek

  Bern

- PD Dr. B. Favrat

  Lausanne

Publikumsseite

Verlässliche, aktuelle Information rund um den Eisenmangel, für Laien aufbereitet

mehr >>

Illustration: Eisen im Körper

Literatursuche andere Fachgebiete

Fachliteratur auf medline.ch screenen und gleich online bestellen

mehr >>