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Behandlung von Eisenmangel
 
Wie sind die praktischen Erfahrungen mit oralen und i.v. Eisenpräparaten?

Zusammenfassung

Eisenmangel mit oder ohne Anämie ist ein globales Gesundheitsproblem, welches mittels oraler oder parenteraler Eisentherapie behandelt werden kann. Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Dokumentation der Therapie von Eisenmangel mit und ohne Anämie im Praxisalltag in der Schweiz. Insgesamt wurden 1137 Patienten, davon 91.5% Frauen, behandelt, 52.0% mit Eisenmangel ohne Anämie und 38.6% mit Eisenmangelanämie.

 

Interessanterweise waren die häufigsten Symptome, nämlich Müdigkeit/Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche, in beiden Patientengruppen ähnlich intensiv. Der Grossteil der Patienten (81.1%) wurde mittels parenteraler Therapie behandelt und 64.3% bekamen ausschliesslich Eisencarboxymaltose (Ferinject®, Vifor Pharma) verabreicht. Bei Eisenmangel ohne Anämie führte die parenterale Eisentherapie zu einer vollständigen Korrektur des Eisenmangels, während nach der oralen Therapie die Eisenspeicher nur teilweise aufgefüllt waren. Bei Eisenmangelanämie korrigierte die parenterale Therapie sowohl die Anämie als auch den Eisenmangel, während die orale Therapie die Anämie nur teilweise korrigierte und die Eisenspeicher unzureichend füllte. Die wichtigsten Symptome, Müdigkeit/Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche, verbesserten sich erheblich, sowohl nach der oralen wie nach der parenteralen Eisentherapie. Die Ärzte beurteilten die parenterale Therapie in 93–95% (Eisenmangel ohne Anämie – Eisenmangelanämie) der Patienten als wirksam, die orale Therapie nur in 48–62%. Die Nebenwirkungen bezogen sich bei der oralen Therapie hauptsächlich auf den Gastrointestinaltrakt und waren insgesamt häufiger als bei der parenteralen Therapie, wo hauptsächlich Verfärbungen und Extravasation an der Injektionsstelle auftraten. Es fanden deutlich mehr Wechsel von der oralen zur parenteralen Therapie als vice versa statt (61.8% versus 6.0%), was vor allem auf die schlechte Verträglichkeit und mangelnde Therapietreue zurückzuführen war.

 

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Langversion zum Beitrag im Schweiz Med Forum 2010;10(Heft 3) - Christoph Beglinger, Christian Breymann

21.04.2010 - dde


 
 

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Illustration: Eisen im Körper

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