|
88 Patienten mit einer IBD erhielten in drei prospektiven Studien intravenös Eisensucrose mit oder ohne Erythropoetin. Nach 5 Jahren analysierten die Studienautoren die Daten der Patienten bezüglich Anämierezidiv (Hb < 12/13 g/dl) und Eisenmangelrezidiv (Ferritin < 30 µg/l).
Die 88 Patienten erhielten im Durchschnitt eine kumulative Dosis von 2'500 mg Eisen, 37% davon zusätzlich Erythropoetin. Nach durchschnittlich 10 Monaten war wieder eine Anämie und nach 19 Monaten ein Eisenmangel nachweisbar. Bei Patienten mit einem posttherapeutischen Ferritinwert < 100 µg/l dauerte es signifikant weniger lang, bis erneut ein Eisenmangel auftrat, als bei solchen mit einem Ferritinwert > 100 µg/l. Die Eisendosis hatte keinen Einfluss auf die Dauer bis zum Rezidiv.
Konklusion der Autoren: Eisenmangel und Eisenmangelanämie rezidivieren bei IBD überraschend schnell, was eine Erhaltungstherapie sinnvoll erscheinen lässt. Ein Eisenmangelrezidiv kann durch die Erzielung hoher Ferritinwerte hinausgezögert werden. |