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Allgemeine Informationen News

Die kürzlich im European Journal of Heart Failure publizierte Meta-Analyse bestätigt den positiven Effekt der intravenösen Eisentherapie mit Eisencarboxymaltose auf die Hospitalisierungsrate und die Mortalität bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Im Vergleich zu Placebo reduziert die intravenöse Eisensubstitution sowohl die Gesamthospitalisierungs- und Mortalitätsrate wie auch die Rate der kardiosvaskulär- oder herzinsuffizienz-bedingten Spitaleinweisungen oder Todesfälle.

 Die Meta-Analyse untersuchte die individuellen Patientendaten von vier randomisierten Studien. Es handelt sich dabei um die FAIR-HF, die CONFIRM-HF, die FER-CARS-01 und die EFFICACY-HF Studie.
Insgesamt wurden in der Meta-Analyse die Daten von 839 Patienten ausgewertet. 504 Patienten waren für eine intravenöse Eisentherapie randomisiert worden und 335 Patienten für Placebo. Einzelne Daten der nun publizierten Meta-Analyse wurden bereits am ESC Kongress 2015 vorgestellt.

Resultate
Der primäre, kombinierte Endpunkt der Meta-Analyse Auswertung betraf kardiovaskulär-bedingte Hospitalisierungen und kardiovaskulär-bedingte Todesfälle.

Weitere kombinierte Endpunkte setzten sich wie folgt zusammen:

  • Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz und kardiovaskuläre Todesfälle
  • Kardiovaskulär-bedingte Hospitalisierungen und Gesamttodesfälle
  • Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz und Gesamttodesfälle

Die durchschnittliche Beobachtungszeit in den vier Studien betrug 31 Wochen.
Im Vergleich zu Placebo senkte die intravenöse Eisentherapie das relative Risiko für kardiovaskuläre Hospitalisierungen und kardiovaskuläre Todesfälle um 41% (Relatives Risiko 0.59, 95% CI 0.40-0.88; P = 0.009).
Die relative Risikoreduktion für herzinsuffizienz-bedingte Spitaleinweisungen und kardiovaskuläre Todesfälle betrug 47% unter der i.v. Eisentherapie (Relatives Risiko 0.53, 95% CI 0.33-0.86; P = 0.011).
Für kardiovaskulär-bedingte Hospitalisierungen und Gesamttodesfälle reduzierte die i.v. Eisentherapie das relative Risiko um 40% (Relatives Risiko 0.60, 95% CI 0.41-0.88; P = 0.009).
Ein Vergleich der unerwünschten Wirkungen zeigte keinen Unterschied zwischen Placebo und der intravenösen Eisentherapie.
 
Schlussfolgerung der Autoren

Die Auswertung der individuellen Patientendaten in dieser Meta-Analyse unterstreicht den positiven Effekt einer intravenösen Eisentherapie auf die Hospitalisierungsrate und die Mortalität bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Das Sicherheitsprofil der i.v. Eisentherapie mit Eisencarboxymaltose wird durch die Daten der Meta-Analyse bestätigt.

Referenz: Anker SD et al. Effects of ferric carboxymaltose on hospitalisations and mortality rates in iron-deficient heart failure patients: an individual patient data meta-analysis. Eur J Heart Fail. 2017 Apr 24.

Link zu der Studie  (link to: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ejhf.823/abstract )

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